Recruiting Trends 2017: Worauf es ankommt

Jan Langhein ist Experte für das Kompetenzfeld Personaldienstleistungen

Die Personaldienstleistung wird nicht nur von Bewerbern genutzt, um eine beschäftigungsfreie Phase zu überbrücken, es steigt auch die Zahl der hochqualifizierten Kandidaten, die aus einer Festanstellung heraus in die Personaldienstleistung wechseln, um sich beruflich neu zu orientieren. Da kommt Jan Langhein, Spezialist für dieses Kompetenzfeld bei TGMC, ins Spiel. Wir haben mit ihm über Trends im Recruiting und die Digitale Transformation gesprochen.

Herr Langhein, ob Niederlassungsleiter, Bereichsleiter oder Geschäftsführer: Sie suchen für die Bereiche Engineering, Finance und Office stetig ausgebildete Fach- und Führungskräfte für Personaldienstleister. Wie macht sich die Digitalisierung bei dieser Suche inzwischen bemerkbar?

Durch die Digitalisierung benötigen Unternehmen neue Berufsbilder, deshalb ist sie für die Branche der Personaldienstleistung eine großartige Chance auf weiteres Wachstum. Den Bedarf decken die Unternehmen durch Personaldienstleister ab, die einen Zugriff auf geeignete Kandidaten haben.
Dabei ist die Frage relevant, was sich hinter dem Begriff Digitalisierung im Einzelnen verbirgt. Häufig werden Projekte von Unternehmen als Testballon gestartet die im Rahmen der Digitalisierung den eigenen Kunden schnelleren Zugriff, schnelleren Service sowie eine gute Vernetzung oder Erreichbarkeit gewährleisten wollen. Aus diesem Testcharakter ergibt sich schon die Notwendigkeit solche Projekte flexibel mit Personaldienstleistern zu besetzen und erst im Erfolgsfall Mitarbeiter fest zu übernehmen.

Welche Zukunft hat der Bereich Personaldienstleistungen vor dem Hintergrund der Digitalen Transformation? Betrachten wir dazu ein Szenario, wie es in zehn Jahren sein könnte…


Durch den hohen Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften wird der Zugang zu Kandidaten an Bedeutung gewinnen. Die Fachkompetenz in der Branche des Kunden, die Geschwindigkeit im Einstellungsprozess und das Kandidaten-Netzwerk sind am wichtigsten. Dabei bilden die Personaldienstleister die Brücke zwischen Fach- und Flexibilitätsanforderungen der Unternehmen einerseits und dem Bedürfnis nach einem möglichst hohen Maß an Beschäftigungssicherheit der Mitarbeiter durch unbefristete Arbeitsverhältnisse andererseits.

Wie steht es um den neuen Trend der One-Click-Bewerbung, nutzen Ihre Kunden diese bereits und was halten Sie persönlich davon?

Etwa 25% meiner Kunden bieten die Option an, sich über „One-Click“ zu bewerben. Das Risiko bei dieser Art Bewerbung ist allerdings der fehlende Bezug zu der konkreten Stelle. Da nur ein kleiner Teil von eingehenden Bewerbungen alle im Stellenangebot genannten Voraussetzungen erfüllt, empfehle ich Bewerbern diese konkret auf das Stellenangebot anzupassen und sich dabei auf die benötigten Erfahrungen und Kenntnisse zu konzentrieren. Überflüssige Inhalte sollten entsprechend gestrichen werden. 

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