10 Tipps zum Traumjob: Vertragsverhandlung – wie erreiche ich meine Ziele mit Hilfe des Beraters?

Auf dem Weg zu Ihrem Traumjob gibt es einige Aspekte zu beachten – das haben wir in den vergangenen Wochen versucht Ihnen mit unserer Blog-Serie näher zu bringen. Heute befinden Sie sich auf der Zielgeraden: Referenzen sind eingeholt, ein zweites Vorstellungsgespräch wurde geführt, Sie haben im Anschluss dann vielleicht auch ein psychologisches Testverfahren oder ein Assessment-Center durchlaufen. Jetzt geht es darum, Ihre Ziele durchzusetzen – und zwar in der Vertragsverhandlung.

Üblicherweise haben Sie mit dem Personalberater bereits in den Vorgesprächen über den Gehaltsrahmen der Position gesprochen. Was Sie im Hinterkopf behalten sollten: Der Berater darf Sie bei dem Unternehmen gar nicht vorstellen, wenn das Angebotsgehalt und Ihr Wunschgehalt weit auseinanderliegen. Also wird es jetzt zum Ende der Bewerbungsphase mit Ihrem zukünftigen Arbeitgeber um die Feinjustierung gehen.

Wie bei vielen anderen Dingen kommt es auch hier auf das richtige Timing und den Ton an. Leider beobachten wir häufig, dass in diesem Punkt von beiden Seiten nicht immer vorbildlich agiert wird. Mit „Tricksereien“ zu diesem Zeitpunkt kann der gesamte vorherige positive Eindruck auf einen Schlag vergessen sein. So zum Beispiel wenn der Kandidat plötzlich seine Gehaltsforderung anhebt oder das Unternehmen vermeintlich fehlende Jobalternativen des Bewerbers zum Gehaltsrückzug nutzt. Ein guter Berater erkennt das und nimmt den jeweiligen Gesprächspartner beiseite. Es gibt in einer solchen Verhandlung auch viele andere Parameter über die gesprochen werden kann, wenn es beim Gehalt eine schmale Differenz gibt. Themen wie Dienstwagen, Altersvorsorge, Fortbildung, konkrete Weiterentwicklungsperspektiven oder variabler Gehaltsbestandteil sind nur einige Beispiele. Hier kann der Berater ebenfalls als Vermittler agieren. Ausdrücklich ist jedoch zu empfehlen, bei einem variablen Gehaltsbestandteil das Maximum der Vereinbarung schriftlich zu fixieren und zu konkretisieren. Eine Variable in Höhe von bis zu 20 Prozent, die an noch zu definierenden persönlichen Zielen festgemacht wird, klingt zwar gut, allerdings sollten die Ziele vorher möglichst konkret besprochen werden. Es gibt nämlich „Zielvereinbarungen“ aber leider auch „Zieldiktate“.

Liegt Ihnen ein unterschriftsreifer Vertrag Ihres potentiellen Arbeitsgebers vor, nehmen Sie sich bitte ausreichend Zeit diesen zu lesen und machen Sie sich bei Fragebedarf auf einer Kopie Notizen. Der Personalberater kann Ihnen vielleicht behilflich sein, sollte aber keine Rechtsauskunft geben, da ihm in der Regel die Qualifikation fehlt. Hier ist ein Arbeitsrechtler die erste Wahl.

Treten Sie Ihren Traumjob an, kommt es auf die ersten 100 Tage an. Wie Sie diese zu einem Erfolg werden lassen? – Dieser Frage gehen wir in unserem nächsten Beitrag nach.

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