10 Tipps zum Traumjob: Das Vorstellungsgespräch

Es ist so weit: Sie haben den Personalberater überzeugt und werden zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Jetzt nur nicht die Nerven verlieren! Wie Sie typische Fallen gekonnt umgehen und sich bestmöglich vorbereiten, um Ihrem Traumjob einen Schritt näher zu kommen, erfahren Sie in Teil 4 unserer Blog-Serie „Zehn wertvolle Tipps auf dem Weg zu Ihrem Traumjob“.

Wenn Sie nach dem persönlichen Gespräch mit dem Personalberater (mehr dazu im vorherigen Teil unserer Blog-Serie) beide zu dem Schluss kommen, dass sowohl die Aufgaben als auch das dahinter stehende Unternehmen zu Ihnen passen, werden Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen.

Terminfindung, Vorbereitung und Gesprächsdynamik

Der Personalberater koordiniert den Termin für das Gespräch mit dem Kandidaten. Dabei sollte man genug Zeit für eine Vorbereitung einplanen. Auch raten wir davon ab, das Gespräch unmittelbar nach Rückkehr von einer Fernreise oder am Tag nach dem Jahresgespräch stattfinden zu lassen – denn das kann im Nachhinein nicht als Argument für „einen schlechten Tag“ herangezogen werden.

Wenn man sich auf einen Termin geeinigt hat, klärt man im Vorwege die wichtigsten Fragen, wie z.B. die Kleidungsfrage, und holt sich beim Personalberater Informationen zu den Gesprächsteilnehmern und deren Position im Unternehmen. Unter Umständen erhält der Kandidat direkt auch Tipps, welche Themen man meiden sollte. Denn auch beim Vorstellungsgespräch gilt, man kann es nicht oft genug betonen: bereiten Sie sich richtig vor! Setzen Sie sich ausgiebig mit dem Unternehmen auseinander, denn es könnte ja den Traumjob bereithalten! So darf die Frage, was einen denn genau an diesem Unternehmen als möglicher Arbeitgeber reizt, nicht überraschen, genauso wie eine Einschätzung, warum man der richtige Bewerber für diese Position ist.

Beim Vorstellungsgespräch kommt man natürlich auch nicht drum herum, etwas über sich und seinen Werdegang zu erzählen. Konzentrieren Sie sich auf die beruflichen Stationen, die für die aktuelle Aufgabe besonders relevant sind. Wenn es dem Bewerber gelingt, die in der Positionsbeschreibung geforderten Kompetenzen in der Vorstellung möglichst natürlich „einzubauen“, wird dies die Interviewpartner beeindrucken. Die besten Gespräche sind kein „Frage- und Antwortspiel“, sondern ein aktiver Dialog – vermeiden Sie deshalb Monologe und schließen Sie die Antwort auf eine Frage mit einer dazu passenden Gegenfrage ab.

Gibt es noch offene Fragen?

Wenn zum Gesprächsende die Möglichkeit eingeräumt wird, Rückfragen zu stellen, ist das noch einmal ein kritischer Moment während des Interviews. Hier einmal die häufigsten Fehler:

Fehler Nummer 1: Der Kandidat hat keine Fragen, da im Gespräch eigentlich alles geklärt ist:
Das wirkt oft oberflächlich bzw. gleichgültig, denn es sind nie alle Fragen geklärt, es sei denn, man hatte keine.

Fehler Nummer 2: Der Kandidat stellt eine völlig unwichtige Frage, die mit dem Job wenig zu tun hat:
Es werden negative Rückschlüsse auf den Intellekt des Kandidaten gezogen.

Fehler Nummer 3: Der Kandidat stellt eine Frage, über die im Gespräch bereits gesprochen wurde:
Nicht zugehört – zu aufgeregt. Wer diesen Eindruck vermittelt, hat, so gut das Gespräch sonst war, schlechte Chancen auf ein zweites.

Um diese Fallen zu umgehen, empfehlen wir Kandidaten sich vor dem Gespräch Fragen zu notieren und diese zu priorisieren. Am besten stellt man am Ende des Gesprächs 2-3 relevante Fragen, damit Sie im Nachgang zu dem Gespräch über die Antworten nachdenken können, die bei der Entscheidung für oder gegen das Unternehmen helfen.

Rückmeldung

Zum Schluss stellt sich noch die Frage, ob der Personalberater bei diesem ersten Vorstellungsgespräch dabei sein sollte. Wir sagen eindeutig: ja! Das Feedback des Beraters an „seinen“ Kandidaten hat ein vollkommen anderes Gewicht, wenn er persönliche Beobachtungen einbeziehen und daraus auch Empfehlungen für ein mögliches Zweitgespräch ableiten kann. Der Bewerber sollte zeitnah nach dem Gespräch Feedback erhalten, was der Personalberater als Prozessverantwortlicher gewährleisten muss. Selbst wenn sich der potenzielle Arbeitgeber Zeit lässt, ruft ein guter Berater seinen Kandidaten an, um dessen Einschätzung einzuholen und zeigt ihm damit auch, dass er ihm wichtig ist. Manchmal brauchen auch beide Seiten Geduld. In dieser Phase der Neugierde gibt es auch einiges zu beachten, was wir im nächsten Teil unseres „Traumjob-Blogs“ thematisieren wollen.

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