Berufswechsel: Unterwegs im falschen Job?

Man verdient ausreichend, hat nette Kollegen und auch die Work-Life-Balance stimmt, aber der Job macht einfach keinen Spaß. Sich einzugestehen, dass man die falsche Berufswahl getroffen hat, ist nicht einfach. Gerade wenn man nicht mehr in den Zwanzigern ist und ein bestimmtes Sicherheitsbedürfnis, einhergehend mit mehr Verantwortung im Leben hat. Doch die Unzufriedenheit mit dem Job muss nicht unbedingt darin begründet liegen, dass man komplett im falschen Beruf unterwegs ist.

Etwa drei Prozent der Deutschen wechseln pro Jahr ihr Berufsfeld. Das ist wenig, denn ein Wechsel bedeutet auch immer, die Komfortzone zu verlassen. Die Süddeutsche Zeitung thematisiert in dem Artikel „War es das? Oder kannst du noch mehr?", dass man manchmal durchaus den falschen Beruf gewählt hat - aber auch die fehlende Aussicht auf Aufstiegsmöglichkeiten oder Unter-/Überforderung können an der Unzufriedenheit schuld sein. Deshalb ist es ratsam, zunächst innerhalb der Firma oder des Unternehmens das Aufgabengebiet zu wechseln und zu schauen, ob sich etwas ändert. Denn so befreiend es sich erstmal anhört, einen neuen Weg einzuschlagen: Den Beruf zu wechseln, heißt gegebenenfalls auch, noch einmal eine Ausbildung zu machen oder erneut zu studieren. Dazu gehört viel Mut und Offenheit. Dabei sind „Berufs- und Karriereverläufe nicht mehr so homogen wie noch vor ein paar Jahren“ erklärt der Artikel weiter. Menschen, die beispielweise in dem Unternehmen bleiben, wo sie ihre Ausbildung oder ihr Praktikum  gemacht haben, sind nach einigen Jahren meistens betriebsblind – das ist unvermeidbar. Quereinsteiger sind für Unternehmen also lohnenswert. Trotzdem zögern einige Unternehmen diese einzustellen. Die Persönlichkeit des Kandidaten ist jedoch wichtiger, denn Fachwissen lässt sich immer vermitteln.

Der Kandidat selbst sollte sich vor seiner Wahl eines neuen Berufes darüber Gedanken machen, was er gut kann, was ihn interessiert und welche Werte ihm wichtig sind. Einen interessanten Beitrag zu dem Thema hat Clemens Kemmer verfasst, der den Bereich Career Support bei TGMC verantwortet.

Den vollständigen Artikel der Süddeutschen Zeitung finden Sie hier.

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